Boßeln und Braunkohltour im Hildesheimer Land

Boule – das Spiel mit den bunten Kugeln, dazu leckere Kleinigkeiten, kühle Getränke und viel Spaß mit netten Leuten. Schön war es, die mediterrane Lebensart an warmen, sonnigen Tagen im letztjährigen Sommer zu genießen. Mit Beginn der kühlen Jahreszeit für manche Freizeitsportler leider vorbei. Für wahre Outdoor-Fans rund um Heisede/Sarstedt gilt aber auch im Winter: Weiter so! Geändert wird lediglich das Gewicht der Kugeln und die Temperatur der mitgeführten Getränke. Je nach Strecke und Veranstalter steigt das Stimmungsthermometer rasch wieder auf Höchstwerte.

Es gibt da nämlich eine coole, norddeutsche Alternative: Boßeln – der ursprünglich friesische Nationalsport wird auch in unseren Breiten immer populärer. Schön, dass immer häufiger auch im „Hildesheimer Land“ diese alte Tradition mit viel Liebe und Spaß gepflegt wird. Wir waren zu Gast beim Geschichts- und Heimatverein Heisede. Mit viel Gaudi in der Gruppe unterwegs werfen Spieler eine Kugel mit möglichst wenigen Würfen eine mehrere Kilometer lange Strecke entlang. Geplant, mitten auf der Straße, gelegentlich leider auch direkt in Gräben und manchmal haarscharf an Kuhfladen vorbei.

Ein Proviant-Bollerwagen mit „isotonischen Getränken“ und Leckereien zur Stärkung darf auf einer zünftigen Boßeltour nicht fehlen. Wichtig sind Zielwasser, heißer Kaffee, Glühwein, Bier, Hochprozentiges und etwas zum Naschen. Aber auch Ersatzkugeln und den Kugelkescher zur Bergung aus Wassergräben darf man keinesfalls vergessen.

Ideales Boßelwetter, meist Sonnenschein, aber dennoch kühle Temperaturen. Zwei Mannschaften, ein Ziel, der Bollerwagen bestückt mit Gerätschaften und Getränken für die notwendige Treffsicherheit. So starteten wir das Frischluft-Event durch Wald und Feld, Äcker und Wiesen in der Heiseder Feldmark.

Beim Wettkampf standen Spaß und Freude im Vordergrund. Obendrein wachte ein gestrenger Schiedsrichter über die Einhaltung der Regeln. Gewonnen hatte die Mannschaft, die ihre Boßelkugel mit den wenigsten Würfen ins ausgemachte Ziel brachte. Leider war es das gegnerische Team. Aber auch dem zweitplazierten Team hat es riesigen Spaß gemacht. Eigentlich sind die Regeln für Teilnehmer der Touristenklasse ziemlich egal. Dabei sein, Bewegung an der frischen Luft und Spaß mit netten Leuten – was will man mehr?

Nach dem Spiel mit der anderthalb Pfund schweren Kugel, erwartete uns zum krönenden Abschluss ein herzhaftes Essen mit Kassler, Bregenwürsten und natürlich deftigem Grünkohl. Wir hatten einen Riesenspaß und Unterhaltung bei dieser gelungenen Boßeltour mit Grünkohlessen zum Abschluss. Dank an den Heimatverein Heisede. Beim nächsten Termin im kommenden Frühling sind wir gerne wieder mit dabei.

Hier die Webseite des Heimatvereins in Heisede: https://dorfleben-heisede.de

Kontaktadresse für Interessenten: Vorstand@dorfleben-Heisede.de

Darf auf keiner Boßeltour fehlen:  „Isotonische Getränke“ und das gemeinsames Essen zum Abschluss